ScienceSource.info
ScienceSource.info
SiS
11:56
Allgemeines
:: Home
:: Disclaimer
Artikel
:: Physik
:: Astrophysik
:: Mathematik
:: Informatik
Community
:: Foren
:: Chat
Sonstiges
:: Quiz
:: Partner
:: Kontakt
Funktionen
:: Forum-Login
:: Login
:: Suchen

Info
Viel Spaß im Forum!



Home Forengruppe Kontakt Suchen
ScienceSource.info / Artikel / Astrophysik

Sternentstehung

Man könnte denken, heute entstehen keine Galaxien mehr, was aber falsch währe,erst vor kurzem wurde POX 186 näher untersucht. 2 kollidierende Sternenhaufen bildeten die Zwerggalaxie. In relativ leeren Raumbereichen hat es die Gravitation einfach viel schwerer genügend Masse zusammen zu bekommen, so unterstützt POX 186 auch die Hypothese, das kleine Galaxien zuletzt entstanden sind. Nicht verwunderlich ist daher auch, dass viele Sterne heute noch, auch in unserer Galaxie, entstehen.
Wenn sich eine interstellare Wolke, die durch turbulente Bewegungen, durch Aufheizen und Abkühlen lokal verdichtet, steigt die Gravitation, und eine zusätzliche Kondensation wird verursacht. Die Wolke trennt sich vom sonstigen interstellaren Medium, und beginnt ihr Eigenleben. Bei der Kontraktion entsteht allerdings Wärme, diese muss abgestrahlt werden können, sonst steigt der Gasdruck, und stoppt die Kontraktion. Deshalb bilden sich auch in jeder sich verdichtenden Wolke Sterne, je mehr Wärme allerdings abgeführt wird, desto schneller schreitet diese fort. Die Abkühlung in der Wolke ist nicht gleichmäßig, manche Teile kollabieren so wie im freien Fall, in anderen wird die Kontraktion ganz aufgehalten. Auch Rotation spielt eine wichtige Rolle, die bei zunehmender Kontraktion immer schneller wird, so kann es auch zu einer Teilung der Fragmente kommen. So entstehen aus einer großen interstellaren Wolke meist gleichzeitig an vielen Stellen Sterne, die später meist Sternhaufen oder Mehrfachsysteme bilden. Im wesentlichen bildet sich eine zentrale Verdichtung, der sogenannte Protostern, die kaum noch kontrahiert, von einer Schale umgeben, die Schichtweise im freien Fall auf die Zentrale Verdichtung fällt. Es ist auch möglich, das der Kern heiß genug wird, um das weitere Material nach außen weg zu blasen. Dieser Mechanismus sorgt dafür, das Massereiche Sterne sehr selten sind. Man findet auch solche jungen Sterne, die ihre Kontraktion noch nicht völlig beendet haben, sie nennt man T-Tauri-Sterne. Beendet wird die Kontraktionsphase mit einsetzten der thermonuklearen Reaktion im Zentrum. Anfangs wird hier Wasserstoff zu Helium verbrannt, jedes Gramm liefert dabei 2*105 kWh, doch nur der innerste Teil eines Sternes mit 10% bis 20% ist daran beteiligt, der Rest ist zu kühl. Dies ist auch die längste Phase im Leben eines Sternes, sie beträgt rund neun Zehntel. Auch unsere Sonne befindet sich in diesem Stadion. Doch gehen wir nochmals ein wenig zurück, als die Kontraktionsphase gerade von einem stärkerwerdendem Sternenwind unterbrochen wird. Durch die Rotation hat sich eine zirkumstellare Scheibe um den Kern gebildet, die um einiges dichter ist, als die Materie in anderen Regionen in Kernnähe. Doch bekommt die zirkumstellare Scheibe nun keine neue Materie mehr, ein Teil fällt noch in den Kern, weiter bilden sich aber auch kleine Rotationen in der Scheibe, an denen sich Materie sammelt, und durch Gravitationskräfte weitere einsaugt, Planeten sind jetzt auch geboren.
Version 3.2      © 2001-2008 Harald Wolfsgruber